„Klar zur Wende?“ – „Ist klar!“

Zwei Optimisten für unseren Schulhof

Aus einer spontanen Idee wurde Wirklichkeit: Auf unserem Schulhof stehen seit Kurzem gleich zwei Optimisten („Optis“) und sorgen bereits für viel Begeisterung bei den Kindern.

Alles begann mit einer Anfrage an den Altonaer Segel-Club (ASC). Wir fragten nach, ob es vielleicht einen ausrangierten Opti gäbe, den unsere Schülerinnen und Schüler als Spielgerät nutzen könnten. Zu unserer großen Freude erhielten wir tatsächlich eine positive Rückmeldung.

Gemeinsam mit unserer engagierten Erzieherin Petra machten wir uns auf den Weg zum Verein, holten das Boot ab und brachten es auf den Schulhof. Der Zeitpunkt hätte kaum besser sein können: Gerade fand das Sommerfest der dritten Klassen statt. Sofort versammelten sich zahlreiche Kinder um den neuen „Bewohner“, stellten neugierige Fragen und halfen tatkräftig mit, den Opti sicher aufzustellen.

Der erste Opti erhielt schnell seinen Namen: Nemo.

Doch damit nicht genug: In einem privaten Gespräch wurde der ausrangierte Opti erwähnt – und schon folgte das nächste großzügige Angebot. Nur zwei Tage später bekam Nemo Gesellschaft. Nun dürfen die Kinder noch einen passenden Namen für das zweite Boot finden. Auch eine farbliche Gestaltung ist bereits in Planung.

Gerade in Zeiten knapper werdender finanzieller Mittel sind solche Spenden für Schulen von unschätzbarem Wert. Sie schaffen neue Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten und bereichern den Schulalltag unserer Kinder.

Ein herzliches Dankeschön gilt dem Altonaer Segel-Club, Herrn Lölke sowie unserem privaten Spender Jens für ihre großzügige Unterstützung. Mit ihrem Engagement haben sie den Kindern eine große Freude bereitet.

Und wer nun Lust bekommen hat, selbst einmal einen Opti auf dem Wasser zu segeln, findet weitere Informationen beim Altonaer Segel-Club.

Euer Elternrat

Musik zum Anfassen – Studierende der HfMT zu Besuch

Im Rahmen unseres Musikprojekts mit der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT) erhielten die Kinder der Klassen 1a und 2d in den vergangenen Wochen ganz besondere Einblicke in die Welt der Musik.

Am 29. Mai besuchten Studierende der HfMT den Musikunterricht und stellten den Kindern die Instrumente Violine und Akkordeon vor. Die Schülerinnen und Schüler lauschten aufmerksam den live gespielten Musikstücken und konnten die Instrumente anschließend aus nächster Nähe betrachten und sogar selbst ausprobieren.

Eine Woche später, am 5. Juni, standen die Blechblasinstrumente im Mittelpunkt. Die Kinder lernten das Horn kennen, erfuhren Wissenswertes über den Aufbau des Instruments und durften selbst erste Töne erzeugen. Dabei wurden viele neugierige Fragen gestellt und beantwortet.

Die Besuche boten den Kindern eine spannende Gelegenheit, verschiedene Instrumente kennenzulernen und Musik unmittelbar zu erleben. Die Begeisterung war auf beiden Seiten spürbar: Sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Studierenden hatten große Freude an den gemeinsamen musikalischen Begegnungen.

Wir bedanken uns herzlich bei den Studierenden der Hochschule für Musik und Theater Hamburg für ihren Besuch und die inspirierenden Musikstunden.

Mit allen Sinnen unterwegs – Klasse 1b baut Barfußpfad auf der IAS-Wiese

Im Rahmen unserer Projektwoche „Gesundheit“ entstand in der Klasse 1b eine Idee, die nun Wirklichkeit geworden ist: Ein eigener Barfußpfad für die Kinder der Westerschule – und darüber hinaus auch für andere Hamburger Schulen.

Während der Projektwoche hatten wir uns intensiv mit dem Thema Gesundheit, Bewegung und Wahrnehmung beschäftigt. Ein Barfußpfad war schnell ein Wunschprojekt der Kinder. Leider reichte die Zeit innerhalb der Projektwoche nicht mehr aus, um dieses Vorhaben umzusetzen. Als ich den Eltern davon erzählte und berichtete, wie schön ein solcher Ort für die Kinder der Westerschule wäre, entstand etwas ganz Besonderes.

Einige Eltern unserer Klasse, die gleichzeitig Mitglieder der Interessengemeinschaft Alte Süderelbe (IAS) sind, griffen die Idee begeistert auf. Gemeinsam entstand der Plan, auf der IAS-Wiese einen dauerhaften Barfußpfad anzulegen. Die IAS unterstützte das Projekt großzügig mit Materialspenden, organisatorischer Hilfe und großem persönlichem Einsatz. Materialien wurden besorgt, transportiert und vorbereitet – ein enormer finanzieller und zeitlicher Aufwand, für den wir unglaublich dankbar sind.

Bereits im Vorfeld hatten engagierte Eltern aus der Klasse viele Stunden Arbeit investiert: Wildwuchs und Brombeeren mussten entfernt, der Weg ausgegraben und mit Vlies ausgelegt werden. Anschließend wurde der Pfad mit Baumstämmen eingefasst und in einzelne Felder unterteilt.

Heute durfte die Klasse 1b den letzten großen Schritt übernehmen: Mit viel Freude, Teamgeist und jeder Menge Matsch wurden die Zwischenräume befestigt und die einzelnen Felder mit unterschiedlichen Naturmaterialien gefüllt – unter anderem mit Sand, Kies, Zapfen, Rindenmulch und Steinen. Für die Kinder war das Wühlen im Matsch natürlich eines der absoluten Highlights des Tages.

Ganz nebenbei wurde die IAS-Wiese an diesem Tag auch zu einem kleinen Naturforschungsraum: Mit Becherlupen erkundeten die Kinder die Tierwelt, entdeckten zahlreiche kleine Lebewesen und beobachteten die Natur ganz aufmerksam. Außerdem entstand sogar ein kleines „Hotel“ für Tiere aus Naturmaterialien, das die Kinder mit viel Kreativität gestalteten.

Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: Die Familie Psaric zauberte für alle ein gesundes Frühstück mit frischer Wassermelone, Blaubeeren und vielen weiteren leckeren Snacks. Schattenplätze und Sitzmöglichkeiten machten den Ausflug zu einem rundum gelungenen Tag.

Am Ende konnten die Kinder ihren fertigen Barfußpfad natürlich selbst ausprobieren – und der Stolz war riesig. Entstanden ist nicht nur ein besonderer Ort zum Entdecken und Wahrnehmen, sondern auch ein Gemeinschaftsprojekt, das zeigt, wie viel möglich wird, wenn Schule, Eltern und engagierte Unterstützer gemeinsam Ideen verwirklichen.

Die Klasse 1b bedankt sich von Herzen bei der IAS sowie bei allen helfenden Eltern für die großartige Unterstützung, die Zeit, die Kraft und die vielen Ideen.

Wir lieben Vielfalt…

Am Mittwoch, den 29. April 2026, wanderte Jahrgang 3 der Westerschule zur Osmanbey-Moschee in Finkenwerder. Dort wurden wir wie immer mit großer Freundlichkeit und Offenheit empfangen. Jedes Jahr dürfen unsere SchülerInnen die Moschee ausgiebig erkunden. Der Imam nimmt sich stets viel Zeit und zeigt uns, wie man achtsam einen „heiligen Ort“ betritt. Selbstverständlich hatten sich alle im Unterricht gut vorbereitet, stellten ihre Schuhe ordentlich ins Regal, reinigten ihre Hände und setzten sich gespannt auf den leuchtend blauen Teppich.

 Unerwartete Momente – ein Geschenk!

Im Laufe der Jahre haben wir feste Abläufe und Rituale entwickelt, damit alle die neuen Räume mit Kopf, Herz und Hand erleben und mutig Fragen stellen können. Doch dieses Jahr war in besonderer Weise anders. Nachdem alle Klassen einzeln hereingekommen waren, machten über 70 Kinder spontan mit Frau Bünger vor der Gebetsnische eine gemeinsame Achtsamkeitsübung. Die entstandene Stille dauerte mehr als sechs Minuten. Dieser besondere Moment erstaunte und berührte uns Erwachsene ebenso wie die Kinder – ein echtes Geschenk für uns alle.

Offenheit und mutige Fragen

Per Blickkontakt wurde der Ablauf spontan verändert: Herr Karkar übernahm die Moderation und erfüllte den Raum mit seinem klangvollen Gesang. Die Drittklässler hörten aufmerksam zu und lauschten neugierig seinen Erzählungen. Anschließend stellten sie viele interessante und auch kritische Fragen, die der Imam geduldig beantwortete.

Dankes-Kreis und Licht-Vers

Die Klassensprecher der 3 a, 3 c und 3 d gestalteten gemeinsam mit Frau Bünger eine Mitte, in der die Dankeskarten für die muslimische Gemeinde ausgelegt sowie Lichter und Gebäckteller aufgestellt wurden. Jede Klasse durfte einzeln in den Abschluss-Kreis kommen, gemeinsam den Licht-Vers – eine besondere Sure aus dem Koran – hören und sich anschließend ein kleines Dankeschön aus der Schale nehmen. Auch dieser Abschluss fühlte sich in diesem Jahr besonders vertraut und herzlich an.

Ganz besondere Momente – gemeinsam und ungeplant

Mehr als zwanzig SchülerInnen fragten Herrn Karkar, ob sie einmal gemeinsam mit ihm beten dürften. Dieser Wunsch entstand völlig ungeplant und kam von vielen Kindern – unabhängig von ihrer religiösen Herkunft. Obwohl die Zeit bereits drängte, nahmen wir uns bewusst Raum dafür. Einige Mitschüler beobachteten das Geschehen leise und mit respektvollem Abstand. Für uns Erwachsene war dies ein weiterer besonderer Moment: Kinder begegnen einander oft mit einer Offenheit und Natürlichkeit, die beeindruckt und berührt. Herr Karkar schreibt für die Drittklässler wieder eine Erinnerung in unser Finkenbuch.

Um 12:15 Uhr musste unser Besuch leider pünktlich enden, weil das Mittagsgebet in der Moschee um 12:30 Uhr beginnt. Im Anschluss tobten alle noch auf dem großen Spielplatz vor der Moschee, bevor es gemeinsam zurück zur Schule ging.

Es war nicht nur für die Kinder erneut ein ganz besonderes Erlebnis. Auch wir Erwachsenen waren sehr berührt von der Gastfreundschaft und der offenen Atmosphäre in der muslimischen Gemeinde. Solche Erfahrungen außerhalb des Unterrichts schaffen Begegnungen, die im Schulalltag nur selten möglich sind. Die aktuellen Ereignisse in der Welt zeigen immer wieder, wie wertvoll Vertrauen, Respekt und friedliches Miteinander sind.

Gerade deshalb sind Begegnungen wie der Moschee-Besuch so bedeutsam: Sie schaffen sichere Erfahrungsräume, bauen Brücken und fördern offenen Austausch. In diesem Sinne wünschen wir uns, auch weiterhin gemeinsame Projekte und Aktivitäten – innerhalb und außerhalb der Klassenräume – gestalten zu können.

Denn:

WIR LIEBEN & LEBEN VIELFALT

Babett Bünger

 

Gemeinsam für einen grünen Schulhof

Tage vor der Aktion mischte sich unter dem Elternrat der Gedanke: „Wir werden bestimmt die einzigen sein, die dort erscheinen“.

Doch als wir vor Ort waren, wurden wir eines Besseren belehrt.

Zur Startzeit warteten mindestens 6-7 engagierte Eltern ungeduldig mit ihren Kindern auf dem Hof.

Mit vereinten Kräften und scharfen Spaten machten wir uns also ans Werk:

-19 Pflanzen fanden ihren neuen Platz vor dem VSK-Pavillon.

-Rund um die Fahrradständer wurde gründlich aufgeräumt: Berge an Laub wurden entfernt und herumliegender Müll eingesammelt.

Danach sah es wirklich picobello aus.

Nach mehr als einer Stunde zogen wir weiter in den Schulgarten.

Zwei Väter gruben unermüdlich das hintere Feld um, damit dort hoffentlich bald ein neues Beet entstehen kann.

Die Schubkarren waren im Dauereinsatz und rollten unermüdlich zum Kompost hin und her.

Kein Wunder, denn es wurden viele Pflanzen beschnitten, Unkraut und Brombeeren massenweise entfernt.

Nach insgesamt 4 Stunden war das Tagewerk vollbracht.

Der Anblick des gepflegten Gartens erfüllte uns mit Stolz.

Tatsächlich mussten wir den einen oder anderen Helfer bremsen, da sie am liebsten noch bis in die Abendstunden weiterge“ackert“ hätten.

Ein riesiges Dankeschön an alle großen und kleinen Helfer! Das hat mit euch so viel Spaß gemacht!

Gemeinsam haben wir gezeigt, was wir als Schulgemeinschaft bewegen können.

Der nächste Einsatz kann kommen – und ihr seid hoffentlich auch wieder dabei! 😉

Euer Elternrat

Grundschule in Finkenwerder